| Was ist Agility... Stand 10/2009 |
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Wie alles begann.... |
Jahr für Jahr wurde in England die "Crufts" angeboten, eine der größten Hundeausstellungen der Welt. So auch wieder im Jahre 1978. Diesmal diskutierte man jedoch, was man denn als Rahmenprogramm den Zuschauern und Besuchern aufmunterndes bieten kann - was natürlich auch mit Hunden zu tun hat. Die Aufgabe, sich etwas einfallen zu lassen, wurde John Varley übertragen. Er hatte die Idee, eine Anlage herzurichten, wo die Hunde analog dem Pferdespringreitsport einen Parcours absolvieren müssen der Hindernisse enthält. Mit Peter Meanwell, einem bekannten englischen Hundeausbilder, entwarf er hundegerechte Hindernisse, an denen dann einige Hunde angelernt wurden, so dass am Tag der Hundeausstellung auch ein reibungsloser Parcourslauf erfolgen konnte. Mit dieser Vorführung während der Hundeausstellung wurde Agility damals zum ersten Mal dem Publikum vorgestellt und hatte auf Anhieb Erfolg. Agility, auch wenn es damals noch nicht so anspruchsvoll war, wurde sofort als neue Disziplin des Hundesports angenommen. Agilityclubs schossen schon bald wie Pilze aus dem Boden. Problem war nur, dass schon bald jeder seine eigene Version des Agilitysports betrieb. Es musste also dringend Ordnung und eine Vereinheitlichung geschaffen werden.Vom offiziellen englischen Kennel-Club wurde Peter Lewis mit dieser Aufgabe betraut, der mit Gleichgesinnten den englischen Agility-Club gründete, Reglemente erstellte sowie Trainer, Richter und Helfer ausbildete. Anfänglich hatten die kleinen Hunde (bis 40 cm Widerristhöhe) noch die damals volle Höhe von 75 cm zu überspringen; aber man sah bald ein, dass diese damit überfordert waren. So richtete man für sie eine eigene Klasse ein, die mit Mini-Agility bezeichnet wurde, zusätzlich zu der Midi- und der Maxiklasse. Das Reglement wurde immer weiter verfeinert und angepasst - vor allem auch im Sinne der Gesundheit des Hundes, so wurde z.B. die Sprunghöhe der Maxi Hunde im IRJGV Regelement auf 60cm runtergesetzt. Ebenso wurde die Höhe der A-Wand (Steilwand) entschärft, statt der 1,90m müssen die Maxi-Hunde nun nur noch eine Höhe von 1,70m überwinden. Heutzutage..... ist auch bei uns die wachsende Faszination des Agiltiysports feststellbar. Durch die immer mehr werdenden Teilnehmer an Agilityturnieren benötigt man schon ganze Wochenenden für die Durchführung einer Veranstaltung, Übernachtungen werden mit eingeplant, der Hundeplatz verwandelt sich oftmals zu einem Campingplatz. Die Parcours werden immer anspruchsvoller, d.h. technischer und die gesetzten Zeiten werden immer kürzer. Was eigentlich nicht dem Reglement entspricht. Dieses schreibt nämlich vor, dass Agility in erster Linie ein Geschicklichkeits- und kein Geschwindigkeitslauf ist und die Schnelligkeit auf keinen Fall als hauptsächlichstes Kriterium angesehen werden darf! Obwohl sich Agility rasch entfaltete, ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Wichtig hierbei ist es nur aufzupassen, damit dieser attraktive Sport im Interesse der Hunde und ihrer physischen und psychischen Gesundheit nicht ausartet. Hunde lieben es, beschäftigt zu werden; dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass sie in der Art der Beschäftigung ebenfalls Abwechslung mögen. Es wäre auch unverantwortlich, die Hunde immer nur über die Hindernisse, und womöglich noch über die volle Höhe zu jagen, ohne dabei an die Konsequenzen zu denken. Es ist sinnvoller, die Hindernisse in der Höhe und in der Weite zu variieren, damit die Hunde aufmerksam werden und bereits frühzeitig lernen, den richtigen Absprungpunkt selbst zu finden. |